Definition Was ist Produktlebenszyklusmanagement (PLM)?

Von SiLip 2 min Lesedauer

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Der Begriff Produktlebenszyklusmanagement (Product-Lifecycle-Management, PLM) bezeichnet den Prozess der Verwaltung eines Produktes von der ersten Idee über die Entwicklung und Herstellung bis hin zur Entsorgung.

Grundlagenwissen zum IT-Business(Bild:  © adiruch na chiangmai - Fotolia.com)
Grundlagenwissen zum IT-Business
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Das Produktlebenszyklusmanagement (PLM) dient dazu, sämtliche zu einem Produkt gehörenden Dokumente, Daten, Prozesse und Systeme effizient und transparent zu gestalten. Damit unterstützt es produzierende Unternehmen unter anderem dabei, ihre Produktionsprozesse hinsichtlich Ressourcen, Zeit und Kosten zu optimieren.

Ein effektives PLM verbessert die Kommunikation, die Zusammenarbeit und die Koordination zwischen allen Beteiligten sowohl innerhalb als auch außerhalb des Unternehmens. Auf diese Weise lassen sich Produktentwicklungsprozesse entlang des gesamten Produktlebenszyklus effizienter planen, organisieren und kontrollieren. Als wesentlicher Bestandteil der Unternehmensstrategie trägt das PLM dazu bei, die Kundenzufriedenheit zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit sicherzustellen.

Unternehmen profitieren mit einem PLM von folgenden Vorteilen:

  • Effizienzsteigerung und Kostenreduktion
  • bessere Übersicht bei den Produktdaten
  • Förderung der Innovation während der Produktentwicklung
  • früherer Markteintritt von Produkten
  • höhere Produktqualität
  • schnellere Umsetzung von Änderungen an Prozessen und Produkten.

Einführung von PLM in Unternehmen

Die Implementierung eines Produktlebenszyklusmanagements ist ein komplexer Prozess, der unterschiedlichste Fachkräfte und Abteilungen einbezieht. Sie erfordert eine sorgfältige Planung, Umsetzung und Überwachung, die in aller Regel von einem speziell dafür zuständigen Team übernommen wird. Die Leitung hat meist ein erfahrener Product-Lifecycle-Manager inne, der die strategische Ausrichtung des PLM-Systems gewährleistet. Die Verantwortung für den Einführungsprozess liegt bei der Unternehmensführung, deren Aufgabe es ist, ein dediziertes Team bereitzustellen und die Einführung zu unterstützen.

Herausforderungen im Produktlebenszyklusmanagement

Effizientes PLM wird häufig durch Werkzeuge und Ansätze behindert, die Produkte und Produktlinien getrennt betrachten. Diese Vorgehensweise ist oftmals darauf zurückzuführen, dass sie schon zu Anfangszeiten des Unternehmens eingesetzt und niemals geändert wurde. In derartigen Fällen laufen die Entwicklung und Verwaltung von Produkten in historisch gewachsenen Strukturen ab, die eine abteilungsübergreifende Zusammenarbeit erschweren und diverse weitere Probleme nach sich ziehen. Ein besonderes Problem stellen nicht verknüpfte Anwendungen und Systeme sowie Datensilos dar, die zu einer erheblichen Mehrbelastung der Mitarbeiter mit redundanten Prozessen führen und den Datentransfer über verschiedene Abteilungen hinweg verhindern.

Enterprise Thinking für erfolgreiches PLM

Als Enterprise Thinking wird der Ansatz bezeichnet, alle Anwendungen und Systeme eines Unternehmens als Ganzes zu betrachten und unternehmerische Entscheidungen auf Basis dieser Einheit zu treffen. Um dieses Konzept im Product-Lifecycle-Management erfolgreich umsetzen zu können, bedarf es einer PLM-Software, die alle Phasen der Lebenszyklen eines Produktes integriert und einen einheitlichen Datenstand für alle Beteiligten garantiert.

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